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Soffi - Mario Crispi















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Soffi - Mario Crispi

Archaische  Blasintrumente treffen auf Computer

Soffi  ist eine Entdeckungsreise in undefinierte Welten, mit Hilfe von  Musikinstrumenten und Gerätschaften, die Luft, Wind oder Atem  in multiple Klangwelten verwandeln. Von dort aus weitet die Suche  sich aus – in das Expressive, das ihm die Klänge dieser  Instrumente suggerieren, getrieben von dem Wunsch, unbekannte  Landschaften zu beschreiben. Dabei gibt Mario Crispi, der Musiker  hinter Soffi, dem Computer dasselbe Gewicht wie den Blasinstrumenten  unserer Vorfahren. In seinen Werken stehen Kreativität und  Symbolik immer an erster Stelle, nie geht es darum, sich selbst oder  die technischen Möglichkeiten der “Instrumente” in  den Vordergrund zu spielen.
Die  Idee, jene Performance als “One Man Band” auf die Bühne  zu bringen, entstand aus Mario Crispis Bedürfnis, den Zuhörer  mitzunehmen auf seine Reisen in jene einsame Dimension des  Entdeckers. Was er dort vorfindet, ist faszinierend wie beängstigend  zugleich. Immer wieder tauchen dabei neue Horizonte auf, die Winde  blasen in alle Richtungen und regelmäßig werden Grenzen  überwunden.
Soffi  besteht aus einem Konzert, in dem sich die archaischen Technologien  primitiver Instrumente mit denen der Computerwelten mischen.  Letztere werden ebenso für das Sampeln in Echtzeit genutzt  (indem die gerade gespielten, musikalischen Frasen aufgenommen und  sofort anschließend abgespielt werden), wie für die Harmonisierung (über das Erzeugen von Stimmen und Verdoppelungen der Melodie, ausgeführt in abgestuften Intervallen), den Klangprozess (Kompressoren, Filter, Echos, die,  indem sie die Natur des Klanges verändern, vom Original  durchaus verschiedene Räumlichkeit und Tiefe erschaffen) und  der Ausführung von digitalen Ereigniss-Sequenzen, welche die  veschiedenen Apparate und im Computer gespeicherten Klänge  kontrolllieren.
Raum  ist auch der Stimme gewidmet, die in Echtzeit gesampelt und sofort  danach mit einem digitalen Blasinstrument gespielt wird. Dadurch  werden bisher kaum gehörte und suggestive Harmonien erzeugt.  Ein großer Teil der Blasinstrumente wird mittels  Circular-Atmung gespielt, jene Technik durchgehender Atmung, die  auch die Aboriginees Australienes nutzen, um das Didjeridoo zum  pausenlosen Klingen zu bringen.